Atelier: Feministisch vergesellschaften
Résumé
Sorgearbeit hält unsere Gesellschaft am Laufen und bleibt doch systematisch unsichtbar und abgewertet. Sie muss raus aus der Profitlogik und raus aus der Vereinzelung der Privathaushalte. Wie bauen wir demokratische Infrastrukturen auf, was sind Einstiegsprojekte und Ansätze für die Praxis vor Ort?
Description
Sorgearbeit hält unsere Gesellschaft am Laufen – und bleibt doch systematisch unsichtbar und abgewertet. Ebenso wie die Menschen, die sie leisten. Die Trennung von „produktiver“ und „reproduktiver“ Arbeit ist sowohl für kapitalistische wie patriarchale Verhältnisse zentral.
Feministische Vergesellschaftung setzt hier an: Sie umfasst eine doppelte Entprivatisierung – raus aus der Profitlogik und raus aus der Vereinzelung der Privathaushalte. Die geschlechtliche Arbeitsteilung wird als Teil des Eigentumsverhältnisses angegriffen – und damit die Grundlage der Herrschaft von Geschlecht selbst. Ziel ist der Aufbau neuer, kollektiver, demokratischer Infrastrukturen vor Ort. Die Idee der „Sorgenden Stadt“ weist dabei den Weg.
Nach einem einführenden Input diskutieren wir konkrete Einstiegsprojekte – von Sorgezentren, stationärer Pflege und ambulanten Dienste bis hin zu nachbarschaftlichen Organisierungen – und entwickeln im Werkstattteil gemeinsame Ansätze für lokale Praxis.